HANNOVER, AHLEM — AN DER GARTENBAUSCHULE

GEBIETSGRÖSSE

75.000 m2

GRUNDSTÜCKSGRÖSSEN

456 m2 bis 1.032 m2

KAUFPREIS

€250,- bis €260,-/m2

Inkl. Erschliessung und zzgl. Schachtpauschale und Vermessung
PROJEKTLEITER

Holger Keese
Tel 0511 763 543-33
keesenoSpam@hrg-online.de 

ANSPRECHPARTNERIN FÜR DEN VERKAUF

Sylvia Kratzsch
Tel 0511 3000 2622
sylvia.kratzschnoSpam@sparkasse-hannover.de

 

Attraktive Stadtteillage im Westen der Landeshauptstadt. Das Wohnbaugebiet »An der Gartenbauschule« bietet ein angenehmes, durchgrüntes Wohnumfeld fußläufig zu allen Infrastrukturen des täglichen Bedarfs. Mit dem Fahrrad oder der Stadtbahn sind Sie aber auch in wenigen Minuten in der hannoverschen Innenstadt oder dem pulsierenden Stadtteil Linden – und genauso schnell in der grünen Umgebung von Hannover.

Insgesamt entstehen hier ca. 240 Grundstücke in drei Wohnformen: Wohnungsbau mit 3 1/2 Geschossen,  Townhäuser, Einfamilienhäuser, sowie Arztpraxen, Einzelhandel und Dienstleistungseinrichtungen in kleinerem Umfang.  


Die Pluspunkte:

  • komplett erschlossen
  • sofort bebaubar
  • provisionsfrei
  • keine Bauträgerbindung
  • Umweltverträgliches Bauen mit ökologischem Konzept: ressourcenschonende Energieversorgung durch BHKW (Blockheizkraftwerk, mit Biomethan), Regenwasserrückhaltung und gedrosselte Einleitung
  • Lage am Stadtrand – kurze Wege in die Stadt und ins Grüne
  • Einzelhandel, diverse Schulen, Sport-, Freizeit- u. Erholungsmöglichkeiten fußläufig erreichbar
  • sehr gute ÖPNV-Anbindung mit Stadtbahn und Bus ins Zentrum Hannovers und in den Szenestadtteil Linden

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Ahlem ein weltweit bekannter Begriff. Hier hatte am 02.06.1893 der Jude Moritz Simon, als Bruder der hannoverschen Freimaurer Loge "Zion", auf einem 60 Morgen umfassenden Grundstück  die Israelitische Erziehungsanstalt zu Ahlem bei Hannover eröffnet. Das Ziel dieser Schule war es, einen freimaurerischen Geist der Aufklärung umzusetzen. In Abgrenzung zu den sich stetig antisemitischer entwickelnden deutschen Freimaurerlogen sollte vor allem armen Juden und insbesondere Waisen geholfen werden. So kam es, dass  durch die Finanzierung jüdischer Freimaurer Waisenknaben aus ganz Deutschland in Ahlem im Acker- und Gartenbau ausgebildet wurden. Waisenmädchen kamen zur gleichen Zeit mittels ähnlicher Finanzierung durch Freimaurer in Potsdam unter. Bis in die 30ger Jahre wuchs die Lehranstalt zu einer prosperierenden und anerkannten Institution des deutschen Judentums heran. Sie entwickelte sich zu einer Volksschule mit Lehrlingsausbildung, der ab 1902 eine Mädchenabteilung angegliedert wurde. Bis dahin war die Berufsstruktur der in Deutschland lebenden Juden einseitig auf Handel ausgerichtet. Im Zuge der Berufsumschichtung erhielt diese in Ahlem eine neue handwerklich ausgerichtete Perspektive. 1905 starb der Gründer Moritz Simon an schweren Verletzungen, die er beim Bade durch einen explodierenden Ofen erlitten hatte. Sein an ihn erinnerndes Denkmal ist die Gartenbauschule. Für ein steinernes Denkmal hatte man zwar schon einen Platz gefunden, jedoch nicht genug Geld sammeln können. 

Bereits 1910 hatten Weißrussen am See Genezaret den ersten Kibbuz gegründet. Für diese Projekte  waren Garten- und Landschaftsbauer sehr gefragt.  So arbeiteten im Jahre 1928 schon 17 Ahlemer Absolventen im Ziergarten- und Obstgartenbau in Palästina. Als einzige Frau unter 118 Schulbesuchern absolvierte 1937 Karla Rülf eine ordnungsgemäße Gärtnerausbildung.

Bis zum Oktober 1939 wurden die Ahlemer Flächen durch die Gartenbauschule als jüdische Stiftung bewirtschaftet. Das jüdische Kuratorium nahm damals jedoch stetig an Personal ab, so dass es am Ende gar nicht mehr handlungsfähig war. Unter der Leitung der Gestapo erfolgte die zwangsweiser Eingliederung in die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland. Im Jahre 1942 schlossen die Nationalsozialisten die Schule. Während der Kriegsjahre wurden auf den Flächen und Liegenschaften der Gartenbauschule Deportationen in Konzentrationslager auf polnischem Gebiet eingeleit. Bei den ehemaligen Ahlemer Asphaltgruben wurde ein KZ in einem Stollensystem betrieben, in dem bis zu 6.000 Häftlinge eingepfercht waren und für Hannoversche Industriebetriebe arbeiteten.

Nach dem Krieg ab 1945 gründeten überlebende und heimatlose Juden aus Bergen Belsen auf der Fläche der ehemaligen Gartenbauschule ein Kibbuz   Das Leben im Kibbuz sollte   der Vorbereitung der Auswanderung nach Israel dienen. Dabei hatte die schnell wieder aufgenommene landwirtschaftliche Nutzung ihre Wurzeln in der Erinnerung der Juden an die alte, im Wortsinne fruchtbare, Gartenbautradition. Die durch Bomben zerstörten Gebäude wurden wieder aufgebaut, die verwahrlosten Flächen für die gärtnerische Nutzung wieder hergerichtet. Neben anderen jüdischen Antragstellern stellte die jewish Trust Corporation im Dezember 1951 einen Antrag auf Rückerstattung des Geländes, dem am 10.10.1952 stattgegeben wurde. Um das Gelände möglichst schnell verkaufen zu können, kündigte der JTF sämtlichen damaligen Mietern.  Am 10.05.1955 erwarb die Landwirtschaftskammer Hannover das Gelände. Dieser Kauf führte zum Ende der 60 jährigen bewegten jüdischen Geschichte auf dieser Fläche. Die Landwirtschaftskammer Hannover setzte die landwirtschaftliche Nutzung fort, bis zum Verkauf der westlich der Gartenbauschule gelegenen landwirtschaftlichen Felder an die HRG. Dies erfolgte im November 2008.

Zur Erinnerung an die Geschichte der Gartenbauschüle, von der jüdischen Gründung durch Moritz Simon bis hin zur Verfolgung der Juden durch Deportationen, Einkerkerung und Hinrichtung, ist in der Heisterbergallee 8 die Mahn- und Gedenkstätte Ahlem eingerichtet. Hier wird eindringlich an die wechselvolle Geschichte der Schule erinnert.

 

Die Informationen entstammen folgender Quelle:
Ahlem, Die Geschichte einer jüdischen Gartenbauschule.
Hrsg. Hans-Dieter Schmid, ISBN 978-3-86108-039-8

 

 

Weitere Links

Gedenkstätte Ahlem
Historisches Bildmaterial

 

 

 

 

HZ-Hausbaugesellschaft mbH
Eigentumswohnungen
Herr Holger Zimdars
Am Tor 6
30926 Seelze
Tel.: 05137 - 82 77 0
E-Mail: h.zimdarsnoSpam@hz-hausbau.de


Hannoversche Immobilien Treuhand- und Beteiligungsgesellschaft mbH
Vertrieb der Reihenhäuser:
Kliver Immobilien
Herr Axel Kliver
Obertorstr. 9
31675 Bückeburg
Tel: 0 57 22 / 8 90 70 30
Fax: 0 57 22 / 8 90 69 89
E-Mail: infonoSpam@kliver-immobilien.de


BBK Bau GmbH
Moderne Eigentumswohnungen und ansprechende Reihenhäuser.
BBK Bau GmbH
Albert-Einstein-Straße 4
D-30926 Seelze, Deutschland
Telefon:  +49 (0511) 48 70 9 - 0
Telefax: +49 (0511) 48 70 9 - 40
E-Mail: infonoSpam@bbk-bau.de



BöCon Planungs-, Vertriebs- und
Baubetreuungsgesellschaft mbH
Eigentumswohnungen und Reihenhäuser
Schulstraße 21
30926 Seelze
Tel. 0511 / 6420991-4
Fax 0511 / 6420991-9
E-Mail: r.boedernoSpam@boecon.de
www.boecon.de



Domus Baubetreuung GmbH
Reihenhäuser
An der Wassermühle 16
31515 Wunstorf
Tel. 05031 / 12282
E-Mail: domus-baubetreuungnoSpam@t-online.de

Verkaufsplan

Aktuelles aus dem Baugebiet

Der Endausbau aller öffentlichen Verkehrs- und Freiflächen wird voraussichtlich bis Ende 2016 durchgeführt.

Standort